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Tierärztliche
Gemeinschaft
Reyersdorf
Zankel & Stanka
Impfung
Zum Glück können wir unsere Haustiere heute vor den Folgen schwerwiegender Krankheiten schützen. Dazu ist es wichtig, Ihr Haustier rechtzeitig Impfen zu lassen. Hier erfahren Sie, gegen was Sie Hund, Katze, Kaninchen und Frettchen impfen lassen sollten.
Hunde
Die Impfungen bei Ihrem Hund stellen sich zusammen aus:
- Hundeseuchen: Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Zwingerhusten, Hepatitits Contagiosa Canis
- Tollwut
Die erste Impfung erhält Ihr Hund in der 8. Lebenswoche. Im ersten Jahr wird jeweils eine Grundimmunisierung durchgeführt (eine zweimalige Impfung im Abstand von 2 – 4 Wochen), danach ist die Impfung jährlich aufzufrischen.
Damit es vor der Impfung zu keiner Infektion kommt, sollten Sie den Kontakt mit anderen Hunden vor der ersten Impfung vermeiden. In Österreich sind fast alle Hunde geimpft. Deshalb wurden die meisten Infektionskrankheiten stark zurückgedrängt. Trotzdem sind die Impfungen wichtig. Immer mehr Hunde werden aus dem Osten importiert, womit in Österreich selten vorkommende Krankheiten wieder häufiger auftreten.
Die jährliche Impfung beinhaltet außerdem immer eine komplette klinische Untersuchung. So ist darüber hinaus eine Früherkennung von Erkrankungen möglich.
Sonderfall Borrelioseimpfung
Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene, bakterielle Erkrankung. Symptome treten erst einige Zeit nach dem Zeckenbiss auf. Dazu gehören Fieber sowie Gelenks- und Rückenschmerzen, die chronisch werden können.
Die Impfung gegen Borreliose ist ein umstrittenes Thema. Jahrelang wurden Hunde bundesweit geimpft. Eine Studie von Straubinger und Mitarbeiter belegt jedoch, dass die im Impfstoff enthaltene Borrelienart (B. burgdorferi) in Deutschland und den Nachbarländern der seltenste Borrelioseerreger ist – wodurch der Impfschutz unzureichend ist. Außerdem erschwert die Impfung die Diagnose der Erkrankung. Deswegen empfehlen wir Ihnen, von dieser Impfung abzusehen.
Falls Sie Ihr Tier trotzdem impfen möchten, bieten wir Ihnen jedoch die Möglichkeit dazu.
Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Borrelioseimpfung ist, dass die Hundebesitzer dazu neigen zu meinen, es sei keine weitere Zeckenprophylaxe nötig, denn der Hund ist ja „ohnehin gegen Zecken geimpft“. Doch der Schein trügt. Zecken übertragen zwei weitere, sehr gefährliche Krankheiten: die Ehrlichiose und die Babesiose. Gegen diese Krankheiten gibt es in Österreich keine Impfung. Der Verlauf bei diesen Krankheiten ist wesentlich dramatischer; sie kann tödlich enden. Deswegen ist die Zeckenprophylaxe unerlässlich!
Katzen
Bei Katzen ist die Impfung an die unterschiedlichen Lebensumstände der Stubentiger anzupassen. Im ersten Lebensjahr ist eine Grundimmunisierung (eine zweimalige Impfung im Abstand von 2 – 4 Wochen) vorgesehen. Die erste Impfung ist mit der 8. Lebenswoche. Danach werden die Impfungen jährlich aufgefrischt.
Wohnungskatze
Für Wohnungskatzen ist die Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen ausreichend. Das sind Krankheiten, die der Mensch mit Schuhen oder Kleidung in die Wohnung einschleppen kann.
Für alle anderen Infektionskrankheiten muss die Katze direkten Kontakt zu Artgenossen haben; deshalb ist eine Impfung gegen Leukose und FIP (Feline Infektöse Peritonitis) nicht notwendig. Vorsicht jedoch, wenn andere Katzen zu Besuch kommen oder eine neue Katze aufgenommen wird. Die neue Katze sollte vorher einer Blutuntersuchung unterzogen werden, damit sie keine Krankheiten einschleppt.
Freigängerkatze
Zusätzlich zur Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen empfehlen wir, Freigängerkatzen gegen FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) und Leukose zu impfen. Diese Krankheiten werden durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren übertragen und verlaufen in der Regel tödlich. Zurzeit gibt es keine effektive Therapie; die vorbeugende Impfung ist der einzige Schutz.
Vor der Impfung ist eine Blutuntersuchung notwendig, um zu ermitteln ob die Katze schon Träger dieser Krankheiten ist. Die Krankheiten können oft jahrelang unbemerkt in der Katze schlummern und erst später ausbrechen. In diesem Fall hat die Impfung keine Wirkung. Infizierte Katzen sollten die Wohnung nicht verlassen. Auch sollten keine anderen Katzen in den Haushalt aufgenommen werden, denn die infizierte Katze kann die Krankheit auf andere Katzen übertragen.
Die Tollwutimpfung ist empfehlenswert, falls die Katze in Grenznähe lebt. Bei Auslandsreisen ist die Impfung Pflicht.
Kaninchen
Kaninchen, die im Freien gehalten werden, haben vor allem in der warmen Jahreszeit Kontakt zu Stechmücken. Diese können die Myxomatose übertragen. Die Krankheit führt zu Fieber sowie Schwellungen im Gesicht und der Genitalregion. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit tödlich. Die Impfung bietet einen guten Schutz gegen diese Krankheit und erfolgt ab dem 3. Lebensmonat, jeweils im Frühjahr (April / Mai). Vereinbaren Sie dann bitte einen Termin bei uns.
Frettchen
Für Frettchen gibt es einen eigenen Impfstoff gegen die wichtigsten Erkrankungen. Das Impfschema ist, wie beim Hund, der Tabelle zu entnehmen. Die Tollwutimpfung ist nur für Auslandsreisen nötig.